Diagnose von Dickdarmkrebs
Zur Diagnose von Dickdarmkrebs setzen Ärzte verschiedene Untersuchungen und bildgebende Verfahren ein, um das Vorliegen und das Stadium der Erkrankung zu bestätigen:
- Koloskopie (Darmspiegelung) – Das wichtigste Screening-Instrument, mit dem Ärzte den Dickdarm untersuchen und Polypen entfernen können, falls solche gefunden werden.
- CT-Kolonographie (virtuelle Koloskopie) – Eine nicht-invasive bildgebende Untersuchung, die Auffälligkeiten im Dickdarm erkennt.
- Biopsie – Während einer Koloskopie wird eine Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht.
- Bluttests (CEA-Test) – Misst das karzinoembryonale Antigen (CEA), einen Tumormarker für Dickdarmkrebs.
- CT, MRT oder PET – Stellt fest, ob sich der Krebs auf andere Organe ausgebreitet hat.
Arten der Operation bei Dickdarmkrebs
1. Partielle Kolektomie (segmentale Resektion)
- Entfernt nur den betroffenen Teil des Dickdarms zusammen mit den nahegelegenen Lymphknoten.
- Die gesunden Teile des Dickdarms werden anschließend wieder verbunden, um die normale Darmfunktion wiederherzustellen.
2. Totale Kolektomie
- Umfasst die Entfernung des gesamten Dickdarms, was in der Regel bei ausgedehntem Krebs oder erblichen Erkrankungen wie FAP erforderlich ist.
- Der Dünndarm wird mit dem Enddarm verbunden, oder es wird ein Ileostoma (äußerer Beutel zum Auffangen von Ausscheidungen) angelegt.
3. Laparoskopische Kolektomie (minimalinvasive Operation)
- Verwendet kleine Schnitte und einen kameragestützten operativen Zugang, um den Krebs zu entfernen.
- Bietet im Vergleich zur offenen Operation eine schnellere Genesung und weniger Schmerzen.
4. Roboterassistierte Operation
- Nutzt Robotertechnologie für eine präzise Tumorentfernung bei minimaler Gewebeschädigung.
- Verringert das Risiko von Komplikationen und beschleunigt die Heilung.
5. Kolostomie oder Ileostomie (Operation zur Darmausleitung)
- Es wird eine chirurgische Öffnung (Stoma) in der Bauchdecke angelegt, um Ausscheidungen abzuleiten, wenn eine Wiederverbindung des Darms nicht möglich ist.
- Sie kann je nach Zustand des Patienten vorübergehend oder dauerhaft sein.
Behandlungen nach der Operation und Genesung
Nach der Operation können je nach Stadium des Krebses zusätzliche Behandlungen erforderlich sein:
- Chemotherapie – Wird nach der Operation eingesetzt, um verbliebene Krebszellen zu beseitigen und einem Rückfall vorzubeugen.
- Strahlentherapie – Wird bei Enddarmkrebs häufig mit einer Chemotherapie kombiniert.
- Zielgerichtete Therapie – Umfasst Medikamente wie Bevacizumab und Cetuximab, die Wachstumssignale des Krebses blockieren.
- Immuntherapie – Stärkt die Fähigkeit des Immunsystems, Krebszellen anzugreifen, vor allem bei Patienten mit bestimmten genetischen Markern.
Genesung und Nachsorge
- Der Krankenhausaufenthalt dauert je nach Art der Operation 3 bis 7 Tage.
- Schmerzbehandlung und Antibiotika werden verabreicht, um Infektionen vorzubeugen.
- Die schrittweise Wiedereinführung der Nahrung beginnt mit Flüssigkeiten, bevor auf feste Nahrung übergegangen wird.
- Regelmäßige Nachsorge mit Koloskopien und bildgebenden Untersuchungen stellt sicher, dass der Krebs nicht zurückgekehrt ist.
Erfolgsquote und Prognose
- Dickdarmkrebs im Frühstadium hat nach der Operation eine Überlebensrate von über 90 %.
- Fortgeschrittene Fälle können zusätzliche Behandlungen erfordern, aber die Überlebensraten verbessern sich mit einer aggressiven Therapie nach der Operation.
- Ein gesunder Lebensstil, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Nachsorge können das Rückfallrisiko verringern.