Was ist eine Nebenschilddrüsenoperation?
Die Nebenschilddrüsenoperation (Parathyreoidektomie) ist ein spezialisierter chirurgischer Eingriff zur Entfernung einer oder mehrerer krankhaft veränderter Nebenschilddrüsen, wenn diese übermäßige Mengen an Parathormon (PTH) produzieren. Die Nebenschilddrüsen sind vier kleine Drüsen, die hinter der Schilddrüse im Hals liegen und eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Kalziumspiegels im Blut und in den Knochen spielen.
Wenn eine oder mehrere Nebenschilddrüsen überaktiv werden – ein Zustand, der als Hyperparathyreoidismus bekannt ist –, kann der Kalziumspiegel im Blut abnorm ansteigen und eine Vielzahl von Symptomen sowie möglicherweise schwerwiegende gesundheitliche Komplikationen hervorrufen.
Wer benötigt möglicherweise eine Nebenschilddrüsenoperation?
Ein Chirurg kann eine Nebenschilddrüsenoperation für Patienten mit folgenden Erkrankungen empfehlen:
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Primärer Hyperparathyreoidismus
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Erhöhter Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie)
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Nebenschilddrüsenadenom (gutartiger Nebenschilddrüsentumor)
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Nierensteine infolge eines hohen Kalziumspiegels
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Osteoporose oder fortschreitender Knochenschwund
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Wiederkehrende Knochenbrüche
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Chronische Müdigkeit und Muskelschwäche
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Bauchschmerzen, Übelkeit oder Verdauungsbeschwerden im Zusammenhang mit einer Hyperkalzämie
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Neurokognitive Symptome wie Gedächtnisstörungen oder Stimmungsschwankungen
Die Nebenschilddrüsenoperation gilt häufig als die wirksamste und definitivste Behandlung des primären Hyperparathyreoidismus.
Wie wird ein Hyperparathyreoidismus diagnostiziert?
Vor der Operation führen Ärzte in der Regel mehrere diagnostische Untersuchungen durch, darunter:
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Bestimmung des Kalziumspiegels im Blut
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Bestimmung des Parathormons (PTH)
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Beurteilung des Vitamin-D-Status
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Nierenfunktionstests
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Knochendichtemessungen (DEXA)
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Ultraschall des Halses
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Sestamibi-Szintigrafie
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CT oder weiterführende bildgebende Untersuchungen bei Bedarf
Diese Untersuchungen helfen, die krankhaft veränderte Drüse zu identifizieren, und leiten die Operationsplanung.
Wie wird eine Nebenschilddrüsenoperation durchgeführt?
Die Nebenschilddrüsenoperation wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt.
Während des Eingriffs:
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Es wird ein kleiner Schnitt am unteren Hals gesetzt.
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Die krankhaft veränderte Nebenschilddrüse wird identifiziert und entfernt.
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In einigen Fällen muss mehr als eine Drüse entfernt werden.
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Zur Bestätigung des Behandlungserfolgs kann eine intraoperative PTH-Überwachung eingesetzt werden.
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Der Schnitt wird mit kosmetischen Nähten verschlossen, um sichtbare Narbenbildung zu minimieren.
Viele Patienten können noch am selben Tag oder nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt nach Hause zurückkehren.
Minimalinvasive Nebenschilddrüsenoperation
Fortschritte in der Bildgebung und den Operationstechniken haben eine minimalinvasive Parathyreoidektomie für viele Patienten möglich gemacht.
Zu den Vorteilen gehören:
Genesung nach einer Nebenschilddrüsenoperation
Die meisten Patienten erleben eine relativ schnelle Genesung.
Nach der Operation:
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Für einige Tage können leichte Beschwerden am Hals auftreten.
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Normale Alltagsaktivitäten können oft innerhalb weniger Tage wieder aufgenommen werden.
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Der Kalziumspiegel wird nach der Operation engmaschig überwacht.
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Während der Genesung kann vorübergehend eine Kalziumergänzung erforderlich sein.
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Nachfolgende Blutuntersuchungen helfen, den Behandlungserfolg zu bestätigen.
Viele Patienten bemerken kurz nach der Operation eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome.
Vorteile der Nebenschilddrüsenoperation
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Normalisierung des Kalziumspiegels
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Heilung des primären Hyperparathyreoidismus in den meisten Fällen
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Verringertes Risiko für Nierensteine
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Verbesserte Knochengesundheit und Knochendichte
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Linderung von Müdigkeit, Muskelschwäche und anderen Symptomen
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Vorbeugung langfristiger Komplikationen im Zusammenhang mit einem erhöhten Kalziumspiegel
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Verbesserte Lebensqualität
Risiken und mögliche Komplikationen
Die Nebenschilddrüsenoperation ist im Allgemeinen sehr sicher, mögliche Risiken können jedoch umfassen:
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Blutungen
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Infektion
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Vorübergehend oder dauerhaft niedriger Kalziumspiegel (Hypokalzämie)
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Heiserkeit oder Stimmveränderungen infolge einer Nervenreizung
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Fortbestehender oder wiederkehrender Hyperparathyreoidismus
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Narkosebedingte Komplikationen
Diese Komplikationen sind selten, insbesondere wenn die Operation von einem erfahrenen endokrinen Chirurgen durchgeführt wird.
Erfolgsrate der Nebenschilddrüsenoperation
Die Parathyreoidektomie ist einer der erfolgreichsten endokrinen chirurgischen Eingriffe, mit Heilungsraten, die häufig über 95 % liegen, wenn die krankhaft veränderte Drüse genau identifiziert und entfernt wird.
Eine frühzeitige Diagnose und eine rechtzeitige chirurgische Behandlung können schwerwiegende Komplikationen an Knochen, Nieren und der allgemeinen Gesundheit verhindern und gleichzeitig die langfristige Lebensqualität erheblich verbessern.